Solo-Expedition zum Muztag Ata – 7546 Hm

Allein auf den Vater der Eisberge – Nahe der pakistanischen Grenze mit Blick auf den K2

China 2009 – Autonome uigurische Provinz Xinjiang

Muztagata / Mustagh Ata / Muz Tagh Ata liegt im Pamiergebirge Chinas – Himalaja

Expeditions-Vorbereitung

Ein Jahr Training und Vorbereitung liegen hinter mir. Ein Paket mit Nahrungsmitteln ist nach Kashgar / Kaschgar / Kaxgar gesandt.

Tag 1

Mit einem uralten Jeep von Kashgar aus durch die malerische Ghez-Schlucht zum Karakol-See (3600 Hm). Übernachtung in einer Lodge am See.

Tag 2

Am nächsten Tag auf einem Moped weiter zum Nomadendorf Idara. Das kleine Dorf liegt etwas Abseits der Seidenstraße. Übernachtung in einer Zelt-Jurte.

Tag 3

Am dritten Tag geht es dann per Pedes ins Base Camp (4400 Hm). Der Fußmarsch dauert ca. 4 Stunden.

Tag 4

Ruhetag

Fehler & Co.

Zwei dicke Fehler

1. Fehler

Habe einen Tag verloren, da ich den Kocher und die Gaskartuschen im Hochlager 1 vergessen hatte

2. Fehler

Oft hatte ich gelesen, dass der Sauerstoffmangel in der Höhe zum einen zur Leistungsminderung und zum zweiten zu einem deutlich vermehrten Kältegefühl führt.

Auf ca. 7000 Meter Höhe hat man noch rund 40 Prozent Leistungsfähigkeit. Auf dem Mount Everest noch ca. 30 Prozent. Das Entscheidende bei mir war eindeutig die enorm gefühlte Kälte. Sie zwang mich zum Abbruch.

Natürlich hätte ich einen weiteren Versuch am nächsten Tag machen können. Ab ca. 5500 Meter Höhe gibt es keine Regeneration mehr. Zwei Nächte im Hochlager 3 auf 6888 Hm zehren nicht nur an den körperlichen Reserven. Die geistigen Fähigkeiten reduzieren sich weitestgehend auf das Überleben.

Gerüchte?

Ich weiß es nicht. Beim Aufstieg zu Hochlager 3 kamen mir zwei Träger und eine Frau entgegen. Sie befanden sich auf dem Abstieg. Die Frau hatte ihre Arme um die Hälse der beiden Männer gelegt. Ihre Beine schliffen über das Eis. Sie trug eine Sauerstoffmaske.

Wie ich später erfuhr sollen in dem Sommer drei Personen am Vater der Eisberge, dem Muztag Ata gestorben sein… ich lebe… alles gut!

Erkenntnisse – Mentales Training – Sporthypnose

  1. Lerne aus den Fehlern
  2. Wenn der Geist schwach ist, dann halte dich an deinen eigenen Plan
  3. An die eigene Grenze zu gehen ist im Käfig zu bleiben. Das ist keine Option. Grenzen sanft überschreiten bedeutet zu leben… wirklich zu leben!

Was hat das alles mit Hypnose zu tun?

Jede Menge, denn beim Bergsteigen bist du:

  • Im Trancezustand
  • Im Hier & Jetzt
  • Erweiterst deinen Horizont
  • Spürst dein Innerstes
  • Einfach glücklich
  • Raus aus allem Unwichtigen
  • Handelst aus den Tiefen deines Unterbewusstseins… denn das hält dich am leben!